Moldova vor den Präsidentschatswahlen

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Nach dem Putsch gegen Präsident Gorbatschow im Sommer 1991 zerfiel das das sowjetische Imperium. Viele einstige Sowjetrepubliken forderten ihre Souveränität. In einigen der Republiken gab es daraufhin blutige Kämpfe. Das war auch in der  einstigen 15. Sowjetrepublik Moldawien so. Als dort vor ziemlich genau 25 Jahren die Republik Moldova ausgerufen wurde, löste das bei den im Gebiet Transnistrien angesiedelten Russen Ängste aus. Weiterlesen

Tschernobyl: Schwarzes Leben – die vergessenen Liquidatoren

Als am 26. April 1986 der Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte, spürte ganz Europa die Folgen. Vor allem betroffen: die Retter und Helfer der ersten Stunden. Bis zu ihrem Zerfall schickte die Sowjetunion mehr als 600 000 Menschen aus allen Sowjetrepubliken in die Unglückszone. Viele von ihnen starben. Die, die überlebten, leben heute in den Folgestaaten des einstigen Riesenreichs. Anders als die Helfer in Russland erhalten sie keinerlei Unterstützung. Ein Bericht von Simion Ciochina und Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Aufruhr in Transnistrien – Moskau hat kein Geld mehr für die Separatistenrepublik

 

Transnistrien hatte sich nach dem Zerfall der Sowjetunion als unabhängig von der Republik Moldau erklärt, mit eine eigener Regierung, Währung, Verwaltung und Militär. Völkerrechtlich wird das Regime nicht als eigenständiger Staat anerkannt und steht nun, ohne die gewohnten Zuschüsse aus Russland, vor dem Bankrott. Auf den Strassen formiert sich seit Wochen der Protest. Hunderte marschieren immer wieder durch Triaspol. Simion Ciochina und Jutta Schwengsbier berichten Weiterlesen

Grünes Licht für Moldovas Bürger

Die EU öffnet die Grenze

Plakat zur Visa-Freiheit

 

„Der 28. April: Ein historischer Tag“. Ab diesem Datum erfüllt sich für die Moldauer ein Traum: Sie dürfen ohne Visum in die EU reisen. Von jenen Staaten, mit denen die EU den Vertrag über die Östliche Partnerschaft geschlossen hat, ist die Republik Moldau nun der erste, dessen Bürger von der Visa-Liberalisierung profitieren. Ein Beitrag von Simion Chiochină und Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Moldau: Auf dem Weg in Putins Zollunion?

Wie Putin im Schatten des Krim-Konflikts gegen die Republik Moldau vorgeht

Auf dem Wega nach Gagausien

Im Schatten der Krim-Krise, setzt Putin auch andere ehemalige Sowjetrepubliken unter Druck. Sein nächstes Ziel: Die Republik Moldau soll in eine postsowjetische Freihandelszone fern der EU einverleibt werden. Bisher nutzt er wirtschaftliche Druckmittel: erneut wurde die Einfuhr moldauischer Weine nach Russland erschwert und den ersten 20.000 von knapp einer halben Million moldauischen Gastarbeitern die Wiedereinreise nach Russland verwehrt. Nun startet Russland den nächsten Schachzug: Es will die autonome Region der gagausischen (gaga – usischen) Minderheit  in der Republik Moldau dazu ausnutzen, das geplante EU-Assoziierungsabkommen zu verhindern. Ein Beitrag von Simon Ciochină und Maximilian Grosser.

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Geiseln des Imperiums

Moskau verweigert moldawischen Gastarbeitern die Wiedereinreise

Zug Chisinau-Moskau

 

Erinnern wir uns: Die Proteste in der Ukraine wurde ausgelöst, nach dem der ukrainische Präsident sich mit Wladimir Putin getroffen und danach den bereits ausgehandelten Assoziierungsvertrag mit der EU in Vilnius nicht unterschrieben hatte. Während Moskau der EU eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine vorwirft, hat es im Schatten der Olympischen Spiele und der Kiewer Proteste selbst einen großangelegten politischen Erpressungsversuch gestartet. Ziel diesmal: Die Auflösung des bereits unterzeichneten Assoziierungsvertrages zwischen Moldawien und der EU. Mit aller Macht will Moskau auch hier den Beitritt eines weiteren Landes zur EU verhindern und es stattdessen zwingen, der von Russland geschaffenen Zollunion zwischen Russland, Kasachstan und Belarus beizutreten. Mit welchen Mitteln, darüber berichten Simion Ciochina und Mirko Schwanitz. Weiterlesen

Lost Generation in Moldova

Wie Migrantenströme nach Westeuropa Kinder vereinsamen lassen

Heftig wird derzeit über die für 2014 geplante Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus Bulgarien und Rumänien diskutiert. Populistische Stimmen werden laut, man sollte den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt noch länger beschränken – doch ist das Problem klein, gemessen an dem, was sich noch weiter östlich von diesen beiden Ländern zusammenbraut. Millionen von Osteuropäern arbeiten schon seit Jahren illegal in den Ländern der EU. Menschen, die weder stehlen noch kriminell werden, die einfach nur arbeiten, unsichtbar als schlechtbezahlte Pflege- oder Reinigungskräfte oder Erdbeerpflücker… Sie waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um ihre Familien zu ernähren. Der Zusammenbruch des Sozialismus, die Korruption und der Dilletantismus der politischen Eliten in einigen Ländern Osteuropas und die Gleichgültigkeit des Westens angesichts der sozialen Probleme, ließ ihnen keine andere Wahl. Das wirkliche Problem aber sind nicht sie. Das wirkliche Problem sind ihre Kinder, die in den Heimatländern seit Jahren eltern- und orientierungslos aufwachsen. Mirko Schwanitz und Simion Ciochina berichten. Weiterlesen

Smirnov auf Eis

Vor den Präsidentschaftswahlen in Transnistrien 

Seit 20 Jahren regiert der ehemalige KGB-Offizier Igor Smirnov die von niemanden anerkannte Republik Transnistrien, einen 200 Kilometer langen Uferstreifen am Dnjestr zwischen der Republik Moldau und der Ukraine. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte Smirnov das Gebiet von der einstigen Moldawischen Sowjetrepublik abgespalten, die sich nach dem Zusammenbruch der UdSSR zur souveränen Republik Moldau erklärt hatte. Der Versuch moldauischer Truppen, diesen Teil ihres einzigen Territoriums in einem blutigen Krieg zurückzuerobern blieb ohne Erfolg. Seitdem ist der Konflikt „eingefroren“. Wie im fernen Abchasien oder Süd-Ossetien sichern auch hier Russische Truppen die Grenzen und Smirnovs Macht. Doch jetzt will Moskau den Vasallen loswerden. Doch der will nicht gehen und sich bei der Wahl am 11. Dezember erneut im Amt bestätigen lassen. Mirko Schwanitz und Simion Ciochina berichten aus Transnistrien. Weiterlesen