Alissa Ganijewas neues Buch – „Eine Liebe im Kaukasus“

Alissa Ganjeva © Greg Bahl

Schon mit ihrem ersten Roman „Die russische Mauer“ sorgte sie für Furore. Darin ging es um fiktive Gedankenspiele, wie sich Russland der Gefahr erwehren könnte, die dem Riesenreich von der zunehmenden Islamisierung des Kaukasus droht. Ganijewa ist eine genaue und präzise Beobachterin politischer und gesellschaftlicher Prozesse – in Russland ebenso wie in ihrer kaukasischen Heimat. Heute gehört sie zu den wenigen russischen Autorinnen und Autoren, die noch wagen sich auch öffentlich kritisch zu den politischen Vorgängen in ihrem Land zu äußern. Weiterlesen

Politik kotzt mich an – zu Besuch bei Daniil Granin

Er gilt als der letzte große Schriftsteller der Kriegsgeneration: Der russische Autor Daniil Granin. Über 14 Romane hat er geschrieben. Weltweit bekannt wurde er mit seinen Leningrader „Blockadetagebüchern“. Eigentlich wollte er nicht mehr über den Krieg schreiben. Doch das Auseinanderdriften der Welt veranlasste ihn, seine Meinung zu ändern. „Ich habe lange mit mir gerungen“, sagte der heute 96jährige im vergangenen Jahr in seiner bewegenden Rede vor dem deutschen Bundestag. „Aber am Ende habe ich mich entschieden, erstmals über m e i n e n Krieg, m e i n e Schützengrabenwahrheit zu schreiben.“ Weiterlesen

Russland: Bedrohtes Erbe der russischen Avantgarde

Erstmals zeigt eine Berliner Ausstellung den Geist der WChUTEMAS

WChUTEMAS in Berlin

Die Avantgardeschmiede WChUTEMAS gilt als russisches Äquivalent zum deutschen Bauhaus. In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts unterrichteten an der Moskauer Kunsthochschule Größen wie Wassily Kandinsky oder der Architekt und Fotograf Alexander Rodtschenko. Nun gibt der Berliner Walter-Gropius-Bau erstmals Einblick in den fortschrittlichen Geist der Kunsthochschule. Seit heute präsentiert das Berliner Museum Architekturentwürfe, Zeichnungen und Modelle der ersten Jahre des ‚Labors der Moderne’. In den Werken aus dem Zentrum der russischen Avantgarde wird nun erstmals auch deren vollkommen neue Lehrmethode einer Kunsthochschule erlebbar. Ein Beitrag von Maximilian Grosser.

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Geiseln des Imperiums

Moskau verweigert moldawischen Gastarbeitern die Wiedereinreise

Zug Chisinau-Moskau

 

Erinnern wir uns: Die Proteste in der Ukraine wurde ausgelöst, nach dem der ukrainische Präsident sich mit Wladimir Putin getroffen und danach den bereits ausgehandelten Assoziierungsvertrag mit der EU in Vilnius nicht unterschrieben hatte. Während Moskau der EU eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine vorwirft, hat es im Schatten der Olympischen Spiele und der Kiewer Proteste selbst einen großangelegten politischen Erpressungsversuch gestartet. Ziel diesmal: Die Auflösung des bereits unterzeichneten Assoziierungsvertrages zwischen Moldawien und der EU. Mit aller Macht will Moskau auch hier den Beitritt eines weiteren Landes zur EU verhindern und es stattdessen zwingen, der von Russland geschaffenen Zollunion zwischen Russland, Kasachstan und Belarus beizutreten. Mit welchen Mitteln, darüber berichten Simion Ciochina und Mirko Schwanitz. Weiterlesen