Belarus: Wie weiter nach der neuen Repressionswelle?

25. März 2017 Martialisch ausgerüstete Polizisten vor dem Sturm auf protestierende Belarussen

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Am 25. März gingen in der belarussischen Hauptstadt Minsk tausende Demonstranten auf die Straße. Verwundert rieben sich westliche Beobachter die Augen. Die internationale Öffentlichkeit hatte in der Fülle weltweiter Krisenherde nicht wahrgenommen, dass die bereits im Februar aufgeflammten Proteste sich zu einem Flächenbrand ausgeweitet hatten. Zum ersten Mal gingen in Belarus Menschen auf die Straßen, die bisher als treueste Wählerschaft von Präsident Lukaschenko galten. Was also war, was ist los im Reich von Präsident Lukaschenko? Jutta Schwengsbier und Nasta Reznikava berichten:

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Zmitzer Vajcuschkevitsch

Zmitzer Vajcuschkevitsch

In Weissrussland hat Alexander Lukaschenko am vergangenen Wochenende die Präsidentschaftswahlen gewonnen. Kein Wunder, hatte er doch zuvor dafür gesorgt, dass es keine nennenswerte Opposition und damit auch keinen nennenswerten Gegenkandidaten gibt. Nach seinem erneuten Wahlsieg darf sich Lukaschenko nun „dienstältester Diktator“ Europas nennen. Er fühlt sich so sicher in seinem Sattel, dass er in einem Anfall von Herzensgüte die letzten politischen Gefangenen freiliess. Weiterlesen

Belarus: „Wir versteigern uns selbst“ – wie Start-ups Lukaschenkos Allmachtanspruch untergraben

Belarus hat gewählt. Schon vorher stand fest. Es kann keinen anderen Sieger als Präsident Lukaschenko geben. Doch was heißt das für die belarussische Wirtschaft? Da das Land 50 Prozent seines Außenhandels mit Moskau abwickelt, bekommt das Land die Folgen der russischen  Wirtschaftskrise seit langem massiv zu spüren: Die Staatsbetriebe müssen immer öfter Mitarbeiter entlassen. Und die spüren dann auch noch die Folgen der galoppierenden Inflation. Die betrug im letzten Jahr 18 Prozent. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres noch einmal 14 Prozent. Weiterlesen