Moldau: Ich bin keine Dona Quichotte

Cristina Tarna, oberste Korruptionsbekämpferin in Moldau

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Vor mir liegen ein paar Kinderbilder. Eines dieser Bilder zeigt ein Klassenzimmer. Eine Schülerin steht vor der Tafel und schiebt der Lehrerin einen Geldschein zu. Ein anderes zeigt eine Ärztin mit zwei Gesichtern. Das Stethoskop baumelt über der Brusttasche ihrer Bluse aus der ein paar Dollarscheine ragen. Es sind Kinderbilder aus der Republik Moldau. Die liegt zwischen der Ukraine und Rumänien und wird in genau einer Woche den 25. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der einstigen Sowjetunion feiern. Doch wie die Kinderbilder eines Malwettbewerbs der staatlichen Antikorruptionsbehörde zeigen, gibt es wenig Grund zum Feiern. Viele Hoffnungen von damals haben sich nicht erfüllt. Das kleine Land ist fest im Griff der Korruption und in den Nachrichten ist von ihm nur dann zu hören, wenn es wieder einmal Skandalöses zu berichten gibt. Weiterlesen

Einfach Genial – das Marschrutka

Wer einmal in Asien, Afrika oder Osteuropa unterwegs war, der hat sie schon einmal gesehen – die überall den Verkehr dominierenden Kleinbusse. Anders als in westlichen Ländern, in denen meist große Busse den Verkehr dominieren, sind es in den meisten Ländern der Welt Kleinbusse, die den öffentlichen Personenverkehr sichern – in vielen Ländern Osteuropas werden sie liebevoll „Marschrutkas“ genannt. Auch wenn für Uneingeweihte deren System manchmal schwer durchschaubar ist, für unsere Autorin Mila Corlateanu ist es des flexibelste Verkehrssystem der Welt – und für die ewig klammen Haushaltskassen des Staates noch dazu das billigste. Weiterlesen

Tschernobyl: Schwarzes Leben – die vergessenen Liquidatoren

Als am 26. April 1986 der Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte, spürte ganz Europa die Folgen. Vor allem betroffen: die Retter und Helfer der ersten Stunden. Bis zu ihrem Zerfall schickte die Sowjetunion mehr als 600 000 Menschen aus allen Sowjetrepubliken in die Unglückszone. Viele von ihnen starben. Die, die überlebten, leben heute in den Folgestaaten des einstigen Riesenreichs. Anders als die Helfer in Russland erhalten sie keinerlei Unterstützung. Ein Bericht von Simion Ciochina und Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Moldau: Auf dem Weg in Putins Zollunion?

Wie Putin im Schatten des Krim-Konflikts gegen die Republik Moldau vorgeht

Auf dem Wega nach Gagausien

Im Schatten der Krim-Krise, setzt Putin auch andere ehemalige Sowjetrepubliken unter Druck. Sein nächstes Ziel: Die Republik Moldau soll in eine postsowjetische Freihandelszone fern der EU einverleibt werden. Bisher nutzt er wirtschaftliche Druckmittel: erneut wurde die Einfuhr moldauischer Weine nach Russland erschwert und den ersten 20.000 von knapp einer halben Million moldauischen Gastarbeitern die Wiedereinreise nach Russland verwehrt. Nun startet Russland den nächsten Schachzug: Es will die autonome Region der gagausischen (gaga – usischen) Minderheit  in der Republik Moldau dazu ausnutzen, das geplante EU-Assoziierungsabkommen zu verhindern. Ein Beitrag von Simon Ciochină und Maximilian Grosser.

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