Litauen: Vilnius glitzert

Wie die größte Baltenrepublik sich auf die Ratspräsidentschaft vorbereitet

Litauen ist ein modernes Land

Litauen ist ein modernes Land

Wenn Litauen am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft turnusgemäß übernimmt, hat das Land mit dem EU-Neuling Kroatien eins gemeinsam. Beide Länder befanden sich bis vor etwas mehr als 20 Jahren hinter dem Eisernen Vorhang. Litauen war sogar eine Sowjetrepublik, die erst 1991 ihre Unabhängigkeit von Moskau erklärte und mit dem EU-Beitritt vor neun Jahren endgültig den nach Europa fand. Die ersten Jahre als EU-Mitglied galt die Baltenrepublik als das Armenhaus der Staatengemeinschaft und die Finanzkrise 2009 setzte dem kleinen Land besonders stark zu. Radikale Reformen brachten die junge Demokratie wieder auf Wachstumskurs. Heute blicken die Litauen optimistisch in die Zukunft und auf das kommende halbe Jahr. Markus Nowak berichtet aus Vilnius. Weiterlesen

Georgien: Hoffnung und Sorge

Georgien unterzeichnet EU-Assoziierungsabkommen

Flaggen am georgischen Parlament

Flaggen am georgischen Parlament

Die Spannungen in der Ukraine wurden vergangenen Herbst erst ausgelöst, als der Moskau-freundliche Präsident Viktor Janukowitsch das bevorstehende EU-Assoziierungsabkommen in Vilnius platzen ließ. Hunderttausende Menschen gingen auf den Majdan, um Janukowitsch abzusetzen und forderten Neuwahlen. Inzwischen erklärte sagte sich die Krim von der Ukraine los und zurzeit tobt im Osten des Landes beinah schon ein Bürgerkrieg. Einen anderen Weg ging auf dem Gipfel im Herbst 2013 Georgien, das neben Moldau als einziges Land der „Östlichen Partnerschaft“ das Assoziierungsabkommen ratifizierte. Am heutigen Freitag kommt es beim EU-Gipfel in Brüssel nun zur Unterzeichnung. Wie eilig es den Georgiern damit ist, zeigt die Tatsache, dass der Unterzeichnungstermin gleich zweimal vorgezogen wurde. Von der Hoffnung aber auch den Sorgen über den Assoziierungsvertrag berichtet Markus Nowak aus Tiflis. Weiterlesen

Riga: Kulturhauptstadt und Nazikollaboration

Wie die lettische Hauptstadt ihr geschichtliches Erbe aufarbeitet

Riga ist in diesem Jahr neben Umea in Schweden die Europäische Kulturhauptstadt. „Force Majeure“ lautet das Motto des Jahres, zu Deutsch: höhere Gewalt. 200 Veranstaltungen soll es geben, darunter Konzerte, Opern- und Singfestivals oder zeitgenössische Kunstausstellungen. Doch auch die Vergangenheit spielt im Kulturhauptstadtjahr eine Rolle – und zwar nicht nur im Rahmen einer großangelegten Ausstellung über den 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs. Das Kulturhauptstadtjahr will zur geschichtlichen Auseinandersetzung auch über die dunklen Flecken der lettischen Geschichte anregen, hat Markus Nowak herausgefunden. Weiterlesen