Vertical Farming: Gartenbau im Küchenschrank?

Wie auf immer kleineren Flächen immer mehr Nahrungsmittel für die stetig steigende Weltbevölkerung angebaut werden können, ist die wichtigste Frage dieses Jahrhunderts. Vertical Farming heißt das große Zauberwort, wenn Lösungen für die drohenden Ernährungskrise diskutiert werden. Das heißt, Pflanzen werden nicht mehr auf riesigen Feldern angebaut, sondern sie wachsen auf engstem Raum in die Höhe. Einige Pioniere probieren schon aus, ob ganze Hochhäuser als Gewächshäuser der Zukunft geeignet sind. Damit in den stetig wachsenden Millionenmetropolen in nächster Nachbarschaft seiner  Bewohner auch Nahrungsmittel angebaut werden können. Weiterlesen

„Politischer Einfluss per Anzeige“ – Osteuropas Medien im Griff der Mächtigen

Unabhängige Medien waren die ersten, die im ehemaligen Ex-Jugoslawien gegen Hassreden und Kriegsverbrechen eintraten. Ihnen war es zu verdanken, dass sich die Zivilgesellschaft organisieren und für Demokratie eintreten konnte. Doch inzwischen kämpfen die meisten Medien nur noch ums wirtschaftliche Überleben. Eine unabhängige Berichterstattung findet kaum noch statt. Viele Regierungen und politische Parteien sind dazu übergegangen, per Werbeanzeige Einfluss zu kaufen und Ideen zu verkaufen. Zu Osteuropas Medien im Griff der Mächtigen, ein Bericht von Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Tschernobyl: Schwarzes Leben – die vergessenen Liquidatoren

Als am 26. April 1986 der Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte, spürte ganz Europa die Folgen. Vor allem betroffen: die Retter und Helfer der ersten Stunden. Bis zu ihrem Zerfall schickte die Sowjetunion mehr als 600 000 Menschen aus allen Sowjetrepubliken in die Unglückszone. Viele von ihnen starben. Die, die überlebten, leben heute in den Folgestaaten des einstigen Riesenreichs. Anders als die Helfer in Russland erhalten sie keinerlei Unterstützung. Ein Bericht von Simion Ciochina und Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

„Wir sind das Volk? Ihr seid gar nichts“ – Jennifer Gegenläufer und ihr kraftvoller Rap

Jennifer Gegenläufers drastische Lyrik erinnert an „Howl“ –  das Geheul, mit dem Allan Ginsberg 1955 dem Establishment seine Wut entgegenschleuderte. Heute gilt Ginsberg als herausragender Vertreter der Beat Generation. Jennifer Gegenläufer ist heute das Gesicht der jugendlichen Protestbewegung in Deutschland. Mit ihren wütenden Rap-Balladen verleiht sie der Frustration der Jugend Gehör. Ein Porträt von Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Aufruhr in Transnistrien – Moskau hat kein Geld mehr für die Separatistenrepublik

 

Transnistrien hatte sich nach dem Zerfall der Sowjetunion als unabhängig von der Republik Moldau erklärt, mit eine eigener Regierung, Währung, Verwaltung und Militär. Völkerrechtlich wird das Regime nicht als eigenständiger Staat anerkannt und steht nun, ohne die gewohnten Zuschüsse aus Russland, vor dem Bankrott. Auf den Strassen formiert sich seit Wochen der Protest. Hunderte marschieren immer wieder durch Triaspol. Simion Ciochina und Jutta Schwengsbier berichten Weiterlesen

Hans-Werner Kroesingers Neuinszenierung von Werfels „Vierzig Tage(n) des Musa Dagh“

In diesem Jahr jährt sich die Rettung von mehr als 4000 Armeniern vom Berg Musa Dagh durch Schiffe der französischen Marine vor 100 Jahren. Sieben armenische Dörfer hatten sich angesichts des im Osmanischen Reich wütenden Genozids entschlossen, auf den Berg nahe der syrischen Grenze zu ziehen und sich dort zu verteidigen. Mit Erfolg: sie wurden gerettet, während fast eine Million Armenier von den Türken auf bestialische Weise umgebracht wurden. Nun setzt sich der deutsche Dokumentarregisseur Hans-Werner Kroesinger in einer Inszenierung erneut mit den „40 Tagen des Musa Dagh“ auf Basis des Romans von Franz Werfel auseinander. Durch die Verbindung mit Dokumenten aus dem Auswärtigen Amt und aktuellen Bundestagsdebatten verleiht Kroesinger dem Stoff Aktualität und Brisanz. Die Frage steht im Raum: Hat sich Deutschland mitschuldig gemacht am ersten bekannten Völkermord? Jutta Schwengsbier berichtet. Weiterlesen

Schorfheide: Biologische Vielfalt dank Sperrgebiet

Seeblick

In Ostdeutschland schützte die Politikelite über Jahrzehnte Jagdgebiete für das eigene Vergnügen, die Natur wurde nicht zerstört. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist heute eines der artenreichsten in Europa. Die Region Schorfheide-Chorin wurde 1990, kurz nach der politischen Wende in Ostdeutschland, unter Schutz gestellt und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Seit dem Mittelalter hatte das Zisterzienser-Kloster Chorin die Ländereien der Gegend bewirtschaftet. Später entdeckten dann die Mächtigen des Staates das Waldgebiet für sich. Die einzigartige Landschaft wurde zum Jagdrevier, welche nur der jeweiligen Politprominenz zur Verfügung stand. Dieser Geschichte ist es zu verdanken, dass die einzigartige Vegetation nicht zerstört wurde. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gilt heute als eines der artenreichsten Gebiete Europas. Von Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Das gekaufte Kinderglück – Georgiens neuer Leihmutter Boom

Paare, die selbst keine Kinder bekommen können, greifen immer häufiger auf Leihmütter zurück. In Deutschland ist das verboten. Für jemand anderen Kinder auszutragen, gilt als Schädigung des Körpers, vor allem aber als eine Kommerzialisierung von Frauen, die mit ethischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren ist. Viele andere Länder, etwa die USA, Großbritannien oder Belgien, haben die Leihmutterschaft dagegen legalisiert.

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Die Visionen des Bauhaus Dessau

Der Wandel der Industriegesellschaft als Projekt angewandter Kunst 

Ferropolis

Es ist noch gar nicht so lange her, da glaubte niemand in Sachsen-Anhalt, dass stillgelegte Schaufelradbagger alter Braunkohle-Tagebaue zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren werden könnten. Das Bauhaus Dessau wurde mit dieser verrückten Idee zum wesentlichen Innovationstreiber für die Neugestaltung einer weitgehend zerstörten Landschaft. Seine industriellen Gartenreiche und klingenden Seenlandschaften wurden Ausgangspunkt für eine grundlegende Transformation der Moderne. Von Jutta Schwengsbier. Weiterlesen

Ukraine: Mutter, Barbie, Kämpferin

Das neue Selbstbewusstsein ukrainischer Frauen

Bei den bevorstehenden Wahlen in der Ukraine plädiert mit Präsident Poroschenko zum ersten Mal ein ukrainisches Staatoberhaupt für die Einführung einer Frauenquote. Und befördert damit indirekt eine in der Ukraine derzeit heftig geführte Debatte: Die Rolle der Frauen bei der Revolution des Euromaidan. Jutta Schwengsbier berichtet. Weiterlesen