Das gekaufte Kinderglück – Georgiens neuer Leihmutter Boom

Paare, die selbst keine Kinder bekommen können, greifen immer häufiger auf Leihmütter zurück. In Deutschland ist das verboten. Für jemand anderen Kinder auszutragen, gilt als Schädigung des Körpers, vor allem aber als eine Kommerzialisierung von Frauen, die mit ethischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren ist. Viele andere Länder, etwa die USA, Großbritannien oder Belgien, haben die Leihmutterschaft dagegen legalisiert.

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Georgien – Ein Versuchslabor für Frauenmörder?

Warum Georgiens Frauen um ihr Leben fürchten

Der 25. November wird international als der Tag begangen, an dem auf die weltweit zunehmende Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden soll. Vor diesem Hintergrund wollen wir den Blick in ein Land werfen, das in den Medien oft nur am Rande aufscheint – Georgien. Dort erschüttert in diesem Jahr eine grausame Mordserie an Frauen die Öffentlichkeit und führt nun zu anhaltenden Protesten über die Untätigkeit der Behörden. Sopho Zurabiani, eine junge 27 Jahre alte Justizbeamtin wurde am hellichten Tag an einer Bushaltestelle erschossen, eine Universitätsdozentin vor den Augen ihrer Studenten umgebracht. Es scheint, als hätten die Mörder überhaupt keine Angst vor Sanktionen. Wie konnte es dazu kommen? Edita Badasyan ist dieser Frage nachgegangen. Weiterlesen

Ukraine: Mutter, Barbie, Kämpferin

Das neue Selbstbewusstsein ukrainischer Frauen

Bei den bevorstehenden Wahlen in der Ukraine plädiert mit Präsident Poroschenko zum ersten Mal ein ukrainisches Staatoberhaupt für die Einführung einer Frauenquote. Und befördert damit indirekt eine in der Ukraine derzeit heftig geführte Debatte: Die Rolle der Frauen bei der Revolution des Euromaidan. Jutta Schwengsbier berichtet. Weiterlesen

Roll Back der Frauenrechte

Warum Osteuropas Rechtspopulisten und katholische Kirche eine unheilige Allianz schmieden

Konferenz Roll Back von Frauenrechten in Osteuropa

Mit der politischen Wende in Osteuropa 1989 war auch die bis dahin offiziell vertretene Politik der Gleichberechtigung von Männern und Frauen beendet. Konservative Kräfte, allen voran die katholische Kirche, versuchten die neuen politischen Freiheiten zu nutzen, um der Gesellschaft wieder ihren Stempel aufzudrücken. Mit dem Erstarken der rechtspopulistischen Bewegungen in ganz Europa machen die Anti-Feministen Osteuropas mobil zu einem regelrechten Kulturkampf um die Werte des christlichen Abendlandes. Jutta Schwengsbier berichtet. Weiterlesen

Kämpferin gegen Feminzide in Mexiko

 Imelda Marrufo und ihr Kampf um Frauenrechte in der „Stadt der toten Frauen“

Imelda Marrufo Nava

Juristn und Fraurenrechtlerin Imelda Marrufo Nava (c)boell.de/stephan-roehl.de

Im Ranking der gefährlichsten Städte der Welt belegt die nordmexikanische Stadt Ciudad Juarez seit Jahren immer einen der vorderen Plätze. Verantwortlich dafür sind die seit Jahren andauernden Kämpfe von Drogenkartellen untereinander – allein 2000 Tote forderten sie 2010. Nur vier Prozent der Verbrechen werden hier je aufgeklärt. Opfer dieses permanenten Klimas von Gewalt und Straflosigkeit sind immer wieder auch Frauen, die auf brutale Weise ermordet werden. Inzwischen ist die als Feminizid bekannte Mordserie weltbekannt: der Schriftsteller Roberto Bolano hat sie etwa in seinem Roman „2666“ beschrieben, der Film „Im Paradies der Mörder“ hat einen tiefen Einblick in den mühevollen Kampf um die Rechte von Frauen gegeben.

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