Trost des Nachthimmels – Dzevad Karahasan erzählt vom Sterben einer toleranten Epoche

Lange haben seine Leser auf ein neues Buch des bedeutenden bosnischen Erzählers Dzevad Karahasan warten müssen. Mit seinem Roman „Der Trost des Nachthimmels“ hat Karahasan ein neues Meisterwerk über Blüte und Zerfall eines islamischen Reiches vor. Doch ist dies mitnichten nur ein weiterer historischer Roman. Karahasan wäre nicht Karahasan, lieferte er damit nicht zugleich eine Allegorie auf die Gegenwart. Sein Roman zeigt, wie religiöser Fundamentalismus eine blühende, von Vielfalt und Toleranz geprägte Epoche zerstörte. Eine Rezension von Mirko Schwanitz.

Weiterlesen