Einfach Genial – das Marschrutka

Wer einmal in Asien, Afrika oder Osteuropa unterwegs war, der hat sie schon einmal gesehen – die überall den Verkehr dominierenden Kleinbusse. Anders als in westlichen Ländern, in denen meist große Busse den Verkehr dominieren, sind es in den meisten Ländern der Welt Kleinbusse, die den öffentlichen Personenverkehr sichern – in vielen Ländern Osteuropas werden sie liebevoll „Marschrutkas“ genannt. Auch wenn für Uneingeweihte deren System manchmal schwer durchschaubar ist, für unsere Autorin Mila Corlateanu ist es des flexibelste Verkehrssystem der Welt – und für die ewig klammen Haushaltskassen des Staates noch dazu das billigste. Weiterlesen

Streifzug durch die Rockszene in Moldova und Transnistrien

holodnaya noch

Nur selten dringen aus der kleinen Republik Moldova, dem früheren Moldawien, Nachrichten zu uns. Und noch seltener hören wir etwas aus Transnistrien, jener kleinen, von Moskau ausgehaltenen Separatisten-Republik, die sich 1990 in einem Bürgerkrieg von Moldawien abspaltete. Inzwischen hat die Europäische Union mit der kleinen Republik ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet, die Moldauer (Moldawier) dürfen visafrei reisen. Wie reflektieren eigentlich die Rockmusiker in Moldova und Transnistrien die Entwicklungen? Gibt es dort überhaupt eine Rockmusik-Szene? Und wenn ja, mit welchen Themen befassen sich die Texte der Musiker dort? Weiterlesen

Lost Generation in Moldova

Wie Migrantenströme nach Westeuropa Kinder vereinsamen lassen

Heftig wird derzeit über die für 2014 geplante Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus Bulgarien und Rumänien diskutiert. Populistische Stimmen werden laut, man sollte den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt noch länger beschränken – doch ist das Problem klein, gemessen an dem, was sich noch weiter östlich von diesen beiden Ländern zusammenbraut. Millionen von Osteuropäern arbeiten schon seit Jahren illegal in den Ländern der EU. Menschen, die weder stehlen noch kriminell werden, die einfach nur arbeiten, unsichtbar als schlechtbezahlte Pflege- oder Reinigungskräfte oder Erdbeerpflücker… Sie waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um ihre Familien zu ernähren. Der Zusammenbruch des Sozialismus, die Korruption und der Dilletantismus der politischen Eliten in einigen Ländern Osteuropas und die Gleichgültigkeit des Westens angesichts der sozialen Probleme, ließ ihnen keine andere Wahl. Das wirkliche Problem aber sind nicht sie. Das wirkliche Problem sind ihre Kinder, die in den Heimatländern seit Jahren eltern- und orientierungslos aufwachsen. Mirko Schwanitz und Simion Ciochina berichten. Weiterlesen