„Wir sind keine Beute!“ – Massenproteste erschüttern Armenien 

Tausende blockieren in Armeniens Hauptstadt Yerewan nach wie vor mehrere Hauptverkehrsstraßen. Auslöser der Proteste: Eine angekündigte Erhöhung der Strompreise. Der Versuch der Regierung, die Menschen mit einem harten Polizeieinsatz unter Einsatz von Schlagstöcken und Wasserwerfen zu vertreiben misslang. Seit nunmehr 14 Tagen harren die Menschen Tag und Nacht aus und fordern die Rücknahme der Strompreiserhöhung. Russland beobachtet die Proteste argwöhnisch, einige Politiker sehen bereits die Gefahr eines „armenischen Maidans“. Weiterlesen

Armenien: „Wake up the souls“

Wie armenische Künstler die Folgen des Völkermords diskutieren

Am 24. April jährt sich der 100. Gedenktag des Genozids an den Armeniern. Noch nie wurde das Thema so breit diskutiert. Während in den USA, Deutschland und anderen Ländern noch heftig darüber diskutiert wird, ob der Begriff „Völkermord“ angebracht ist, thematisieren armenische Künstler ihre Jahrhunderte lange Rolle als Opfer und die Folgen des Genozids für ihre Gegenwart. Auch für die im Ausland lebenden Armenier ist der Völkermord noch sehr präsent. Weiterlesen

Armenien: Jerewan – eine Stadt sucht ihre Altstadt

Jerewans Altstadt

Am 18. April ist der Internationale Tag des Denkmals. Als Tag der Erinnerung an Geschichte und Geschichten. In Jerewan, einer der ältesten Städte Europas, ist von dieser Geschichte nicht mehr viel zu sehen. Tatsächlich hat die Stadtverwaltung von Jerewan, in der Sowjetunion noch als „die leuchtende Stadt“ beliebt, in den Jahren seit dem Zusammenbruch des Sozialismus das Stadtbild gründlich zerstört. Das, was noch übrig ist, muss man suchen. Ani Matevosyan zur Geschichte Jerewans, und was davon noch übrig ist. Weiterlesen

Was ist los in Nagorny Karabach?

Zerstörte aserbaidschanische Stadt in der besetzten Sicherheitszone

Zerstörte aserbaidschanische Stadt in der besetzten Sicherheitszone

Als die in Aserbaidschan liegende, überwiegend von Armeniern bewohnte autonome Region Nagorny Karbabach sich 1988 in Übereinstimmung mit der Verfassung der Sowjetunion für unabhängig erklärte, antwortete man in Aserbaidschan mit Pogromen gegen die armenische Minderheit. Sie waren der Auslöser für vier Jahre dauernden blutigen Krieg. Er kostete 30 000 Menschen das Leben und machte über eine Million zu Flüchtlingen. Seit 1994 herrscht Waffenstillstand, aber kein Frieden. Zudem halten die Karabach-Armenier große Teile aserbaidschanischen Territoriums als sogenannte Sicherheitszonen rund um ihre von niemandem anerkannte Republik besetzt. Weiterlesen