Brandenburg: Eine Herbstreise zu Märkischen Machern

Volker Müller-Hagenbeck

Erfinder der Annenwalder Schiffchen: Volker Müller-Hagenbeck

Im Juni reiste unser Autor Mirko Schwanitz schon einmal zu Brandenburger Unternehmern, alle mit recht ausgefallenen Geschäftsideen. Die einen entwickelten ein Weinschwein, ein anderer baute in Frankfurt Oder U-Boote, züchteten Blutegel oder destillierten trinkbares Flugbenzin. Folgen Sie heute Mirko Schwanitz doch auf seiner zweiten Tour. Wir können Ihnen versprechen, dass er wieder interessante Menschen getroffen hat, einen Mann der Schiffe für Häfen aus Sand baut, einen Mann der im 21. Jahrhundert die Goldenen Zwanziger Jahre konserviert oder einen, der den ersten vollelektronischen Schlüsselbund erfand. Sie werden einen Kerzenmacher kennenlernen, den sie nicht kennen, aber dessen Kerzen jeder von Ihnen, schon einmal gesehen hat. Und dranbleiben sollten sie in jedem Fall, wenn Sie wissen wollen, wie man Mondlandschaften in Naturschutzgebiete verwandelt…. Weiterlesen

Smart Grids: Auf dem Weg zur Dritten Industriellen Revolution

Nach den Thesen des Zukunftsforschers Jeremy Rifkin steht der Wandel von der zweiten zur dritten Industriellen Revolution kurz bevor. Dann wird die Wirtschaft nicht mehr von Großkonzernen organisiert, sondern zur „sharing economy“, einer Wirtschaft, in der Menschen viele Ressourcen miteinander teilen. Katalysator für diesen Wandel ist laut Rifkin der technologische Fortschritt bei der Energiegewinnung, Kommunikation und Logistik. Jutta Schwengsbier hat sich Rifkins Theorie und die Praxis an zwei Industriestandorten angesehen, die beide sehr stark vom Technologiewandel betroffen sind. Einen in Deutschland und einen in Polen. Während sich die Region Dessau in Sachsen Anhalt seit der politischen Wende 1989 ganz der Umsetzung von Rifkins Ideen verschrieben hat, versuchte Polen den Wandel aufzuhalten. Weiterlesen

Belarus: „Wir versteigern uns selbst“ – wie Start-ups Lukaschenkos Allmachtanspruch untergraben

Belarus hat gewählt. Schon vorher stand fest. Es kann keinen anderen Sieger als Präsident Lukaschenko geben. Doch was heißt das für die belarussische Wirtschaft? Da das Land 50 Prozent seines Außenhandels mit Moskau abwickelt, bekommt das Land die Folgen der russischen  Wirtschaftskrise seit langem massiv zu spüren: Die Staatsbetriebe müssen immer öfter Mitarbeiter entlassen. Und die spüren dann auch noch die Folgen der galoppierenden Inflation. Die betrug im letzten Jahr 18 Prozent. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres noch einmal 14 Prozent. Weiterlesen

Altenpflege als Renditeobjekt?

Kapitalanleger, von Immobilienfinanzierern über Versicherungen bis zu privaten Sparern, haben eine neue Anlagemöglichkeit entdeckt: Pflegeheime. In Werbeanzeigen werden bis zu 6% Zinsen jährlich versprochen. In der derzeitigen Niedrigzinsphase ist das eine deutlich höhere Rendite als etwa mit Büro- oder Wohnimmobilien zu erzielen ist. Betrieben werden solche Pflegeheime dann auch von gemeinnützigen Trägern wie DRK, Caritas oder AWO. Altenpflege als Renditeobjekt? Dass die Zukunft auch anders aussehen kann, zeigt ein Modellvorhaben in der kleinen Gemeinde Wesselburen in Schleswig-Holstein. Dort haben die Bürger eine eigene Sozialgenossenschaft gegründet, um ihre Pflege nicht den Kapitalmaximierern zu überlassen.Jutta Schwengsbier berichtet. Weiterlesen

Kein Krieg, keine Katastrophe – vom Wandel in Lettlands Fischerdörfern

Fischer in Bercziems beim Reusensetzen

 

Als Lettland den Beitrittsvertrag zur EU unterschrieb, ahnten die lettischen Fischer noch nicht, was der Vertrag für sie bedeuten würde. Der Vertrag sah vor, die lettische Fischfangflotte nicht zu vergrößern. Gleichzeitig wurden den Schiffsbesitzern Entschädigungen weit über dem Marktwert angeboten, wenn sie ihre Schiffe verschrotten. Viele von ihnen sahen nur das schnelle Geld und bedachten nicht die Folgen. Denn wer die Entschädigung kassierte, musste unterschreiben, mit dem Geld kein neues Fischerboot zu kaufen. Weiterlesen

Hohe Operationszahlen – Fehlentwicklung im Gesundheitssystem

Dr. Med Jan-Christoph Loh

Dr. Med Jan-Christoph Loh

 

In Deutschland wird sehr viel häufiger zum Skalpell gegriffen als in anderen europäischen Staaten. Das ist eines der Ergebnisse von zwei Studien zu vergleichenden Operationszahlen, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) für acht europäische Staaten und die Bertelsmann-Stiftung ergänzend zu Deutschland jüngst vorgestellt haben. Medizinische Gründe, warum in Deutschland so viel öfter operiert wird als anderswo, gibt es nicht. Gesünder werden die Patienten durch hohe Operationszahlen auch nicht. Warum also wird so oft operiert? Und wie könnten Operationen wieder zu dem werden, was sie sein sollten: Medizinisch notwendige Eingriffe zur Förderung der Patientengesundheit? Weiterlesen