Bad Saarow: Kuren am Märkischen Meer

Baden wo die Titanic zum zweiten Mal sank

Blick vom Kurpark auf den Scharmützelsee

Baden hinter dem Eisernen Vorhang – das war 40 Jahre lang eine ganz eigene Geschichte. Vor allem und gerade im Osten Deutschlands. Orte, die noch in der Zwischenkriegszeit auch international durchaus klangvolle Namen als Bade- und Kurorte hatten, verschwanden aus dem europäischen Gedächtnis. Ganz anders das kleine, vor den Toren Berlins gelegene Bad Saarow. Seine Geschichte als Kur- und Badeort ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts fast ungebrochen. Von Mirko Schwanitz Weiterlesen

Zu Besuch bei den Eisenbiegern

Ein Nachmittag im Freiluftfitnesszentrum von Kiew

Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, ist ein Perle – das wissen alle, die schon einmal dort gewesen sind. Die Lage der Stadt am drittgrößten Strom Europas dem Dnipro, das berühmte Kiewer Höhlenkloster, der Altstadt-Hügel und nicht zuletzt der Maidan, auf dem einst die „Orangene Revolution“ ihren Anfang nahm machen das Flair dieser Stadt aus. Die wenigsten Besucher aber werden auf den Gedanken kommen jenen Platz zu besuchen, der von Ferne und auf den ersten Blick eher wie eine Strafkolonie aussieht, in der sich gebräunte und nicht selten tätowierte furchteinflößende Gestalten tummeln. Dabei liegt dieser Stadt mitten in der Stadt. Mirko Schwanitz und Ivan Gayvanovych wollten wissen, was es mit diesem Platz auf sich hat und fanden sich plötzlich inmitten von Männern, die die Kiewer die „Eisenbieger“ nennen. Weiterlesen

Lettlands kulturelles Erbe

Rettungsmission für deutschbaltische Herrenhäuser

Herrenhaus Kuksumuiza

Herrenhaus „Kukšu muiža“

Wie steingewordene Vergangenheit stehen rund 1400 alte Herrenhäuser und Schlösser in Lettlands schönsten Naturlandschaften. Die Häuser zählen inzwischen zum vielbeachtetem Kulturerbe des Landes. Doch die arme Baltenrepublik hat wenig Geld und so sind die meisten der architektonischen Juwele dem Verfall preisgegeben. Eines der wenigen, für das das nicht zutrifft ist „Kukšu muiža“. Auch diese riesige Villa, dämmerte einem langsamen Tod des Verfalls entgegen – bis der Deutsche Daniel Jahn sich in das Gemäuer verliebte. Inzwischen hat der ehemalige Hoteldirektor dem Gebäude wieder das gemacht, was es einmal war – eines der schönsten Herrengüter unweit der Hauptstadt Riga. Bislang ist das aber noch ein Tropfen auf den heißen Stein, um das kulturelle Erbe zu bewahren.Ein Beitrag von Toms Ancitis und Mirko Schwanitz.

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Eine Reise durch die Zeiten

Unterwegs mit Lettlands letzter Schmalspurbahn

Gulbene, eine rund 200 Kilometer von Riga entfernte lettische Kleinstadt, ist Ausgangspunkt und Endstation der letzten Schmalspurbahn des Baltikums. „Banitis“, was übersetzt so viel wie das Bähnchen heißt, sieht tatsächlich aus wie ein richtiger Eisenbahnzug, nur eben im Miniaturformat. Die Schienen sind nur 750 Millimeter breit. Die Lokomotive ist nur 32 Tonnen schwer. Aleksandr Belajev, ein dünner Mann mit Schnurrbart und braun gebranntem Gesicht, fährt diese Miniatur-Lokomotive schon fast sein ganzes Eisenbahnerleben lang. Toms Ancitis und Jutta Schwengsbier haben ihn auf einer Reise durch vergangene Zeiten begleitet. Weiterlesen