Miloš Kozon: Der Drehorgelkrieger vom Brandenburger Tor

Drehorgelkrieger Milos Kozon

Kein anderer Ort ist so sehr Monument der früheren deutsch-deutschen Teilung und gleichzeitig das Symbol des vor 25 Jahren zu Ende gegangenen Kalten Kriegs: das Brandenburger Tor in Berlins Mitte.1989 feierten tausende Deutsche beider Staaten an und auf dem Tor das Ende des DDR-Regimes. Und genau hier steht heute Tag für Tag der Drehorgelspieler Miloš Kozon. Der ist inzwischen selbst ein Wahrzeichen vor Berlins begehrtester Sehenswürdigkeit. Ein Beitrag von Maximilian Grosser. Weiterlesen

Matthew Paul Miller: Zwischen jüdischer Tradition und moderner Kultur

Matthew Paul Miller ist besser bekannt unter seinem jüdischen Namen Matisyahu, der so viel bedeutet wie „Geschenk Gottes“. Mit Beginn seiner Karriere ist Matisyahu zugleich sein Künstlername geworden. Inzwischen gilt der Reggae Sänger als einer der bedeutendsten jüdischen Musiker unserer Zeit. Jutta Schwengsbier hat mit Matisyahu über seine Suche nach Spiritualität und seine Musik gesprochen. Weiterlesen

Mesopotamien – der neue Roman von Serhij Zhadan

„Anarchy in the U.K.R“, “Depeche Mode”, Hymne an die demokratische Jugend”, „Die Erfindung des Jazz im Donbass“ – die Romane des ukrainischen Autors Serhij Zhadan sind in seiner Heimat allesamt Kult. Ebenso wie seine Auftritte mit der Band „Sobaki v Kosmosje“ – was so viel heißt wie „Hunde im Weltall.“ Serhij Zhadan „ist mehr als ein Autor. Er ist ein Unikum, beliebt im ganzen Land. Er tritt in der Westukraine ebenso auf wie im Donbass. Und wo er hinkommt, hören die Menschen ihm zu. Als er mit seinen neuesten Roman „Mesopotamien“ beendet hatte, war an den Maidan nicht zu denken. Als er mit ihm auf Lesereise ging floss in Kiev schon das Blut. Meine Bücher, sagt er sind unpolitisch, aber irgendwie haben sie das Pech, ständig von der Politik eingeholt zu werden. Nun (08.08.2015) ist „Mesopotamien“ auch in deutscher Übersetzung erschienen. Mirko Schwanitz hat das Buch gelesen und sich mit Serhij Zhadan getroffen. Weiterlesen

Die (Tanz)codes der Gebärdensprache – der Choreograph Gal Naor

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Gebärdensprache ist mehr als nur ein Ersatz für gesprochene Sprache – das beweist der israelische Künstler Gal Naor. Er hat ein Tanzstück geschaffen, das über Klischees und gesellschaftliche Zwänge, Berührungsängsten und Diskriminierung von Gehörlosen erzählt. Das Stück spielt kunstvoll mit Gebärdenzeichen und schlägt eine Brücke zwischen der Welt von Hörenden und Gehörlosen. Mit beeindruckendem Tanz- und Körperbildern zeigt Gal Naor, wie sinnlich Gebärdensprache sein kann, wie sehr ihre Gestik und Mimik die Codes des modernen Tanzes sein können. Ein Porträt von Maximilian Grosser. Weiterlesen

Ballerina auf Krücken – Die Tänzerin Claire Cunningham

Dancer Claire Cunningham in rehearsal for her performance of 'Guide Gods' that opens next week, 12th June..... Photograph by Colin Mearns..3 June 2014

Claire Cunningham gehört zu Schottlands außergewöhnlichsten Künstlerinnen. Sie ist Sängerin klassischer Musik und seit 2007 auch Tänzerin. Ungewöhnlich ist das, weil Claire Cunningham seit ihrer Kindheit an Osteoporose leidet, sich ohne Krücken kaum bewegen kann. In ihren künstlerischen Arbeiten lotet sie immer neue Grenzen aus. Deswegen ist die ‚Ballerina auf Krücken’ inzwischen nicht mehr nur ein Vorbild für Menschen mit Behinderung. Maximilian Grosser hat sie getroffen. Weiterlesen

Kroatien: Der Kanonier von Zagreb

05 Panoramablick vom Lotrsak-Turm

Viele Schweizer zieht es im Sommer an Kroatiens Küsten, das Wasser ist sauber, die Segelreviere herrlich, die Leute freundlich – das Essen gut und preiswert. Doch immer mehr machen auch einen Abstecher in die Hauptstadt. Zagreb, das in den Zeiten der k.u.k.-Monarchie noch Agram hieß, ist in den letzten Jahren ein wahres barockes Schmuckstück geworden – mit Fußgängerzonen, kleinen Gassen, guten Lokalen und einem regen Kulturleben. Doch immer zum Mittag jagt ein Mann nichtsahnenden Touristen einen Schrecken ein. Bojana Radetic-Turk hat ihn getroffen. Weiterlesen

Märkische Macher: Der Herr der Kerzen – Klaus-Peter Klenke

Klaus-Peter Klenke, Kerzenzieher

 

Vielen kleine Unternehmer verändern Brandenburg. Sie geben anderen Menschen Arbeit und verhindern so, dass noch mehr Fachkräfte abwandern. Und natürlich gbt es da auch Unternehmer, die mit pfiffigen Ideen und Durchhaltevermögen einfach nur sich selbst und ihre Familien ernähren. Oder solche, deren Potential von Investoren einfach nicht erkannt wird, die nicht ausreichend gefördert werden, ob wohl sie es doch verdient hätten. Mirko Schwanitz hat sich aufgemacht, ist über Land gefahren, um solche außergewöhnlichen und interessanten Menschen zu treffen. Begleiten wir ihn also zu einem ganz besonderen „Märkischen Macher“ – einem brandenburgischen Traditionsunternehmer.

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Georgien: Matzoni – Als Joghurt einfach genial

Matzoni – ein weißer sauerer Joghurt, ist in Georgien ein wichtiger Teil des täglichen Lebens. Es gibt etwa ähnliches, in Armenien und Aserbaidschan, aber auch in Griechenland, der Türkei oder Bulgarien, wo man den „Matzoni“ „Kiselo Mljako“ nennt. Georgier kaufen den Matzoni bis heute direkt von Bauern. Weil er einfach besser schmeckt und vom Baby bis zu alten Leuten täglich gegessen wird. Über ihre geliebte Nationalspeise berichtet Edita Badasyan. Weiterlesen

Georgien: Datio Ratiani und seine Wehrtürme von Ushguli

Wehrtürme von Ushguli

Reiseführer preisen es als das höchste Dorf Europas – Ushguli, eine kleine Ortschaft, gelegen in Georgien, im Kaukasus, auf 2400 Meter Höhe. Lang und beschwerlich ist der Weg dahin. Mit dem Auto benötigt man von der Hauptstadt Tiflis allein 12 Stunden bis hinauf in die Berge der georgischen Provinz Swanetien. Ohne geländegängigen Jeep ist ohnehin aufgeschmissen, wer da hinauf will, denn hinter Swanetiens kleiner Hauptstadt Mestia gibt es keine befestigte Straße mehr. Weiterlesen

Armenien: Armen Sahakjan und die sterbenden Handschriften

Unweit vom Zentrum der armenischen Hauptstadt Yerewan liegt der Berg Hagthanak. An seinem Fuße, nur über zahlreiche Treppenstufen zu erklimmen, steht ein etwas düster wirkendes Gebäude –  bewacht von der Statue des Mesrop Mashtots, dem Erfinder des armenischen Alphabets. Matenadaran nennen die Armenier das Gebäude, was übersetzt einfach nur „Bibliothek“ heißt. Dennoch steht ein Besuch dieses Gebäudes auf dem Programm fast aller Armenien-Touristen. Denn in einem Teil des Hauses gibt es ein Museum alter Handschriften – so alt, dass die UNESCO die Sammlung zum Weltdokumentenerbe erklärt hat. Weiterlesen