Unerreicht: Der Rollator

Seit die Schwedin Aina Wifalk die praktischen Gehilfen für Ältere 1978 erfunden hat , haben sie einen regelrechten Siegeszug um die Welt angetreten. Von einfacheren Modellen, die kleinere Hürden überwinden können, bis zu Gelände gängigen Hightech Geräten zum Wandern im Wald, ist inzwischen alles zu haben. Jutta Schwengsbier zur vielleicht wichtigsten Erfindung für unsere stetig alternde Gesellschaft.

Was ist das? Es hat vier Räder wie ein Auto. Eine Sitzbank mit oder ohne Lehne. Ein Lenkrad wie ein Fahrrad. Dazu einen Einkaufskorb. Aber keine Pedale zum treten. Richtig. Es ist ein Rollator, der geschoben wird wie ein Kinderwagen, dabei aber kein Baby transportiert, sondern die Schiebenden beim Gehen unterstützt. Als Vorstufe zum Rollstuhl gibt der Rollator vielen Älteren oder Gehbehinderten ihre Mobilität zurück, erläutert Jürgen Preußner vom Rehabund Berlin.

Aus diesem Grund haben wir mittlerweile eine Vielzahl an Rollatoren auf dem Markt, vornehmlich aus Aluminium gefertigt, Maximalgewichte von 7 oder 8 Kilogramm erreichen und darüber hinaus aus der aufrechten Standposition mit einer Hand faltbar sind.

 

Je nach Anforderung und Ausstattung kosten Rollatoren zwischen unter 100 bis über 1000 Schweizer Franken. Bei teureren Modellen können dann Klingel, Hupen, LED-Leuchten, Frosthandschuhe, Stockhalter oder sogar Tragehilfen für Golfschläger dabei sein.

Natürlich gibt es noch die Situation, dass uns Kunden besuchen, die eine gewisse Hemmung vor diesem Hilfsmittel haben, die sich als krank stigmatisiert fühlen. Gleichwohl, wenn er im Einsatz ist, wird sehr schnell erkannt, welche Vorteile er mir bietet.

Ich persönlich habe schon öfter sehnsüchtig auf Rollatoren geblickt, wenn ich wieder mal einen Hexenschuss im Kreuz hatte und am liebsten auf allen Vieren über die Straßen gekrochen wäre. Ein Sportunfall reicht und schon sind diese rollenden Krückstöcke einfach genial, auch ohne alt zu sein.

Produziert für SRF Kultur.