Moldova vor den Präsidentschatswahlen

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Nach dem Putsch gegen Präsident Gorbatschow im Sommer 1991 zerfiel das das sowjetische Imperium. Viele einstige Sowjetrepubliken forderten ihre Souveränität. In einigen der Republiken gab es daraufhin blutige Kämpfe. Das war auch in der  einstigen 15. Sowjetrepublik Moldawien so. Als dort vor ziemlich genau 25 Jahren die Republik Moldova ausgerufen wurde, löste das bei den im Gebiet Transnistrien angesiedelten Russen Ängste aus.

Es kam zu einem kurzen, aber heftigen Krieg, in dessen Folge russischsprachige  Separatisten das Gebiet abspalteten und die bis heute von keinem Land der Welt anerkannte Republik Transnistrien ausriefen. Seitdem bemühen sich Vermittler vergeblich um eine Wiedervereinigung der beiden Landesteile. Auch Russland erkennt Transnistrien nicht an, nutzt das Gebiet aber als Faustpfand, um Moldovas Beitritt in die Europäische Union zu verhindern.

In der Folge dieses letzten sogenannten „frozen Conflict“ in Europa ist Moldova heute der vergessene, ärmste Winkel Europas. Am 30. Oktober sind die Bürger dort  aufgerufen ihren Präsidenten wieder direkt zu wählen.

Mirko Schwanitz und Simion Ciochina berichten:

Produziert für NDR Info Forum.